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Plastikdose des Monats April 2015: Die besten Geocache-Behälter vorgestellt

· Benjamin Gorentschitz
Plastikdose des Monats April 2015: Die besten Geocache-Behälter vorgestellt

April 2015 – und die monatliche Rubrik ist zurück. Wer regelmäßig auf dem Blog mitliest, weiß, dass wir hier jeden Monat besondere Dosen, ausgefallene Verstecke und kreative Tarnobjekte aus der deutschen Geocaching-Community vorstellen. Heute geht es also wieder darum: Welche Geocache-Behälter haben uns im April besonders begeistert?

Was macht einen guten Geocache-Behälter aus?

Bevor wir zu den Highlights des Monats kommen, kurz zum Grundsätzlichen. Ein Cache ist eben nicht nur eine Plastikdose, die irgendwo unter einem Stein liegt. Die wirklich guten Verstecke – die, über die man noch Wochen später spricht – die haben etwas Besonderes. Entweder im Behälter selbst, in der Tarnung, oder in der Art, wie der CO (Cache-Owner) sich das Versteck ausgedacht hat.

Gute Cache-Behälter erfüllen ein paar grundlegende Anforderungen:

  • Wasserdicht – das Logbuch soll trocken bleiben, da gibt es keine Kompromisse
  • Unauffällig – je besser die Tarnung, desto besser das Caching-Erlebnis für andere
  • Langlebig – ein Cache soll nicht nach drei Monaten auseinanderfallen
  • Zur Location passend – ein Magnet-Nano an einem Baum im Wald? Geht so. Eine aufwendige Holzbox? Viel besser.

Die Highlights im April 2015

Kreativität schlägt Größe

Im April hatten wir ein paar echte Perlen dabei. Was auffiel: Die kreativsten Einsendungen kamen nicht von riesigen Multi-Caches mit aufwendiger Technik, sondern von einfachen Ideen, die trotzdem einen "Wow"-Moment erzeugen. Ein Bohrhaken-Dummy, der täuschend echt aussah und direkt an einer Felswand angebracht war – sowas braucht man einfach mal gesehen haben, bevor man weiß, dass man danach suchen soll.

Dasselbe gilt für eine Dose, die als Teil eines Zaunpfostens getarnt war. Hervorragend verarbeitet, absolut wetterfest, und obendrauf noch mit einem handgeschriebenen Mini-Logbuch ausgestattet. Solche Caches sind der Grund, warum wir überhaupt noch neue Gebiete abklappern.

Der klassische Filmdosen-Charme lebt noch

Auch wenn die Filmdose mittlerweile fast schon ein Klischee ist – sie hat einen festen Platz in der Community und das aus gutem Grund. Klein, günstig, zuverlässig. Im April gab es aus dem Raum NRW einen Trad-Cache, bei dem eine klassische schwarze Filmdose so in einen morschen Baumstamm eingebettet war, dass man wirklich zweimal hinschauen musste.

Das zeigt: Nicht der Behälter macht den Cache, sondern das Zusammenspiel von Location, Tarnung und Listing.

Ammo Box als Platzhirsch

Wer im Wald unterwegs ist und einen echten Schatz erwartet, kommt an der Ammo Box nicht vorbei. Robust, stabil, absolut wasserdicht – und groß genug für ein ordentliches Logbuch plus ein paar Tauschgegenstände. Im April hatten wir gleich zwei Empfehlungen, die zeigten, wie gut eine gut verrostete und getarnte Ammo Box in die Umgebung passen kann, wenn man sie richtig platziert.

Behälter, die einfach nerven

Kurzer Schwenk zur anderen Seite: Was im April auch aufkam, war leider das ewige Thema der schlecht gesicherten Streifenmagnet-Nanos. Aufgeklebte Magneten, die nach ein paar Wochen abfallen, undichte Verschlüsse, verschimmelte Logbücher – das ist kein Spaß, weder für Finder noch für den CO.

Wenn schon Nano, dann bitte mit ordentlichem Schraubgewinde und einem wasserabweisenden Logstreifen. Der Aufwand ist minimal, der Unterschied riesig.

Community-Stimmen gesucht

Wie immer gilt: Diese Rubrik lebt von euren Einsendungen. Ihr habt im April einen Cache gefunden, der euch vom Hocker gehauen hat? Schreibt mir! Entweder in den Kommentaren oder direkt per Kontaktformular. Besondere Behälter, ausgefallene Tarnobjekte, mechanische Rätsel – alles, was zeigt, dass Geocaching mehr als Plastikdose-und-Zettel sein kann, ist willkommen.

Auf geocaching.com gibt es übrigens auch eine aktive Community, die sich in Foren und Projekt-Threads über außergewöhnliche Cache-Designs austauscht – wer noch mehr Inspiration sucht, ist dort gut aufgehoben.

Bis nächsten Monat – und immer schön lochen!